![]() | 15. Juni 2011 Alltag und das tägliche Miteinander. Was läuft anders beim Lebensstil 24/7 ? Wer entscheidet was ? Empfindet ihr den Alltag, als Last oder eher als Bereicherung und warum ? Vielleicht mag jemand Episoden aus seinem / ihrem Alltag beschreiben ? Szenen einer Ehe Aufgrund des klassen Dialoges bezüglich “ Zur Neigung“ ist mir ein Dialog aus längs vergangen Zeiten eingefallen . Für den genauen Wortlaut gebe ich jetzt keine Garantie, aber vom Inhalt war es so . Er : Du Herrin ! Sie : Wenn du schon so anfängst , dann willst du was Er: Ich will gar nichts , bloß du machst in letzter Zeit gar nix mehr mit mir ! Sie : Ja , ich weiß , aber der Stress in der Firma macht mich küre . Habe ich abends keine Lust auf nix mehr . Lass mich die Inventur hinter mir haben und dann bin ich wieder ausgeblichener . Er : Ja , ich weiß , das sagst du schon seit Wochen . Sie . Manchmal kannst du ne richtige Nervensäge sein . Na gut , dann komm her und küsse meine Füße ! Er : Hey , Du hast Birkenstocks an Sie : Was soll das denn heißen . Du bist mein Sklave und hast mich in allem zu verehren , auch in Birkenstocks . Er. Du weist , das ich da überhaupt nicht drauf kann . Sie , Dann bekommst du gar nix . Weißt du , Es nervt . Heute morgen ist mein Wagen nicht angesprungen . Dann renne ich in die Firma und lass mich da von den neuen Abteilungsleiter schief anmachen , Die Kunden nerven den ganzen Tag und zur allen größten Not , hat mich der Lieferant versetzt . Und dann komme ich nach Hause und will einfach nur meine Ruhe und dann nervst du hier rum . Er : Ich will ja nicht nerven . Ich will ja nur mal was anmerken . Sie : Verdammt , Meinst du, mich nervt das nicht ? Ich bin geladen bis zum geht nicht mehr und dann so was . Ich könnte explodieren . Wobei , also wenn ich so nach denke . Ich glaube du bringst mich da auf eine Idee . Los , ab mit dir Sklave ins Wohnzimmer . Mach dich nackt und leg die Peitsche mit den festen Leder Riemen raus, Und den dicken Rohrstock und die Flogger . Ich schmeiß mir schnell mal was rüber . Sauna fällt diese Woche für dich aus . Er : Äh , also so war das jetzt auch nicht gemeint . Sie : Klappe und mach was dir aufgetragen wurde . Er : Oh Scheiße Verfasser : unbekannt |
![]() | 15. Juni 2011 Beziehung... Sie läuft nackt in der Wohnung herum... er schaut abwesend vom PC hoch und sagt: " Schatz, erkälte dich nicht." So neulich passiert....seufz. |
![]() | 15. Juni 2011 Das ist doch klar, das der Herr das sagt, muß sich doch um das Wohlbefinden seine Sklavin/Sub kümmern. Sie darf doch nicht entscheiden, wann sie etwas anziehen darf. Oder sehe ich das falsch in einer 24/7 Beziehung ??? |
![]() | 15. Juni 2011 ich hätte das eher anders verstanden wissen wollen.... |
![]() | 15. Juni 2011 ich kann glaubhaft versichern, dass ein Leben in24/7 normaler verläuft, als mancher denkt. Weder schlafe ich nackt unterm Bett, noch hat er dauernd Lust mir zu sagen, was ich anziehen soll, oder wann ich zur Toilette gehen darf. Auf Dauer ist es nämlich irre anstrengend 24/7 DOM zu sein. Der Reiz liegt darin, dass ab und zu der DOM durchbricht.....nicht im stereotypen ständigen Machtbeweis. Übrigens bringt DOM mir morgens den Kaffee ans Bett... |
![]() | 16. Juni 2011 ich kann glaubhaft versichern, dass ein Leben in24/7 normaler verläuft, als mancher denkt. Ist es wirklich so der Norm entsprechend ? Manches empfindet man nämlich mit der Zeit nur als "normal". Sagen einem dann oft Außenstehende Besucher Ich glaube das auch ein großer Unterschied in der Art und dem Verlauf, der 24/7 Beziehung besteht, ob es sich um 2 Menschen oder mehr z.B. 3 Menschen handelt innerhalb der Beziehung. Da eine Beziehung viele Facetten hat (vor allem wenn Kinder vorhanden sind) Frau, Mann, Mutter, Vater, Arbeit, dev/ Dom Part u.v.m. kann jede Facette der Person nur immer anteilig präsent sein. Kann jemand z.B. hauptsächlich den dev. Part in der Beziehung leben, dann hat er / sie viel mehr Freiraum dafür. Übrigens bringt DOM mir morgens den Kaffee ans Bett... Klar .... warum auch nicht. |
![]() | 16. Juni 2011 Hat... der devote Part mehr Freiraum? Das weiss ich nicht... inwiefern? Kannst du mir das erläutern? Zeitmässig? Gruss Birgit |
![]() | 16. Juni 2011 Ich bringe auch den Kaffee ans Bett. Aber er wird mir auch gebracht. Von meiner lieben. |
![]() | 17. Juni 2011 Hat... der devote Part mehr Freiraum? Das weiss ich nicht... inwiefern? Kannst du mir das erläutern? Zeitmässig? In meinem Beitrag war die Konstellation zu dritt ein Thema. Da der dev. Part in dem Fall bestimmte Facetten einer Beziehung nicht ausfüllen muss, kann er / sie sich im privat Leben sehr auf die devote Position konzentrieren. Es ist mehr Zeit vorhanden, ja. Der Wechsel zwischen den Positionen fällt oft weg ...... z.B. jetzt kommt die Schwiegermutter, also statt knien und nackt sein, etwas anziehen und am Tisch Platz nehmen. Nur ein Beispiel, um den Wechsel der Positionen zu verdeutlichen den ich meine, der oftmals vollzogen wird. Es ist natürlich, wie immer keine allgemeingültige Aussage, sondern meine / unsere eigene Erfahrung und die anderer Menschen aus Gesprächen. Ich hoffe ich konnte es verständlich erläutern, falls nicht Bescheid sagen Gruss Anja |
![]() | 17. Juni 2011 bei uns ist es ja nicht wirklich eine Dreierkonstellation.... ich mit meinem Partner lebe 24/7 und zwar als devoter Part... allerdings habe ich als Domme einen sklaven, der zwar meinen Partner kennt....aber es gibt keinen gemeinsamen Alltag. Im Alltag selbst bin ich nicht sehr devot....und wie mein Partner sagt, wird es immer weniger... aber es ist für uns beide in Ordnung so- wie es ist. |
![]() | 17. August 2011 Die Antwort bezieht sich auf meine Erfahrungen. Was läuft anders beim Lebensstil 24/7 ? Es gibt so viele Ebenen einer Beziehung... Mögliche Antworten wären vielfältig und könnten Bücher füllen. Bei uns ist es so, dass wir uns bewusst für einen Lebensstil entschieden haben, der unserer Persönlichkeit und unseren Neigungen entspricht. Wir leben einigermaßen unabhängig von gesellschaftlichen Zwängen unsere Vorlieben aus. Trotzdem sind die wesentlichen Werte dieselben: Zuneigung, Wertschätzung, Achtung voreinander, Erfahrungen machen/teilen, etc.Wer entscheidet was ? Ich habe im Zweifelsfall das letzte Wort. Auch gebe ich den Rahmen vor, in dem die Sub sich "frei" bewegen darf. Im Laufe der Beziehung wächst dieser Rahmen, aber er geht niemals über meine Vorstellungen hinaus.Empfindet ihr den Alltag, als Last oder eher als Bereicherung und warum ? Der Alltag ist eine Bereicherung und sehr angenehm (für mich als Herrn), denn es läuft meistens alles so, wie ich es mir wünsche und zu meinem Vorteil. Ein echter Mehrwert ist, dass wir uns nicht streiten - selbst, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind.Für die Sub ist es angenehm eine Richtung zu haben, Bezugspunkte zur Orientierung und einen festen Rahmen. Sie weiss genau was ich erwarte und kann es erfüllen. Das ist in gleichberechtigten Beziehungen oft nicht so, da bleiben (enttäuschte) Erwartungen meistens unausgesprochen. Allerdings muss die Sub teilweise auch gegen Widerstände kämpfen, wenn sie nicht ihren Willen bekommt. Das ist nicht immer einfach. Vielleicht mag jemand Episoden aus seinem / ihrem Alltag beschreiben ? Konkrete Episoden möchte ich nicht beschreiben, das wäre vermutlich auch zu langwierig. Aber ein Beispiel für das oben geschriebene kann ich geben. Ich habe einen Dresscode festgelegt. Die Sub kann frei entscheiden, solange er eingehalten wird. Sie kann also selber Kleidung kaufen und entscheiden, was sie anziehen möchte. Der Dresscode ist so ausgelegt, dass er mir gefällt und damit ist Sub meistens für mich ansprechend angezogen. Sie wird mir (oder anderen) also nie unvorteilhaft gekleidet unter die Augen treten. Natürlich kann ich jederzeit etwas anderes anordnen und dann zieht sie sich entsprechend um. So ist es in vielen Bereichen des Alltags. Viele Grüße, Herr M. |
![]() | 17. August 2011 Danke für den Beitrag Herr M. Wäre schön wenn noch mehr User über Ihre Meinung und Erfahrung zum Thema schreiben Gruß Anja ( Ahja) |
![]() | 17. August 2011 Bei uns ist es im Prizip so, wie bei Herrn M. Es gibt bestimmte Regeln, an die ich mich zu halten habe und festgelegt Strafen, falls ich mal versuche meinen Dickkopf durchzusetzen Allerdings habe ich in familiären Dingen ein Mitspracherecht und kümmere mich um wichtige Alltagsangelegenheiten, wie zB. Bankgeschäfte und Versicherungsangelegenheiten. Die Einhaltung dieses Lebensstils ist immer zugegen, vor allem auf der sexuellen Schiene. Da habe ich absolut kein Mitspracherecht, und das ist auch gut so! Empfindet ihr den Alltag, als Last oder eher als Bereicherung und warum ? Eindeutig als Bereicherung. Es hat unser Leben und unsere Liebe enorm bereichert. Das Leben ist so viel leichter und schöner geworden. Luna |
![]() | 18. August 2011 Was läuft anders beim Lebensstil 24/7? Alles und irgendwie auch nichts! Aber wie "Herr M" es schon beschrieben hat: "Es gibt so viele Ebenen einer Beziehung". Daher denke ich auch, dass das Leben viel zu bunt ist, um es nur in schwarz-weiß zu genießen und so gibt es auch bei uns Momente/Situationen bei denen das Machtgefälle mal mehr, mal weniger zum Tragen kommt. Wir beide lachen sehr gerne mit und auch übereinander und da ist ein D/s-Kontext eher hinderlich - also daher auch dann mehr im Hintergrund vorhanden. Ferner denke ich auch, dass ein dominanter Mensch hin und wieder einen starken, verläßlichen und auch durchaus mal richtungsweisenden oder zumindestens ratgebenden Lebenspartner braucht, der für ihn da ist und ihm zur Seite steht. Diese "starke Schulter" war und bin ich auch nach wie vor. Allerdings mit dem Unterschied, dass meine Herrin entscheidet, wann sie diese nutzen möchte und wann nicht. Was sich bei mir aber grundlegend verändert hat ist die Einstellung zu gewissen Dingen wie Verlust der sexuellen Selbstbestimmung, Gehorsam, Unterwerfung, Demütigung und Strafe. Mir war immer klar, dass ich sexuell auf solche Sachen stehe, nur war das Interesse daran nach einem Orgasmus meistens erstmal befriedigt und rückte dann doch arg in den Hintergrund. Es hat natürlich eine ganze Weile gedauert, bis ich in der Lage war, dies auch für mein übriges Leben als Normalität zu akzeptieren - hat aber ganz gut geklappt. Wer entscheidet was? Meine Herrin entscheidet über uns/mich, bis auf ein paar wenige Bereiche (Familie, Beruf, Teil des Freundeskreises,...) in denen ich nicht ihr Sklave bin und die wir vertraglich geregelt haben, völlig alleine. Ich darf, wenn sie es zuläßt, zu allem meine Meinung äußern aber entscheiden darf ich alleine nichts. Das bedeutet jetzt aber auch nicht, dass ich bei jeder noch so kleinen Entscheidung im Alltag erst nach meiner Herrin schreien muss. Wenn z. B. die Fleischfachverkäuferin beim Einkaufen fragt: "Darfs ein bißchen mehr sein?" dann darf ich das durchaus gaaanz alleine entscheiden. Empfindet ihr den Alltag als Last oder eher als Bereicherung und warum? Grundsätzlich empfinde ich das Machtgefälle im Alltag als absolute Bereicherung. Seit ich erkannt habe, dass meine devote Ader nicht nur auf meine Sexualität beschränkt ist, fühle ich mich, als hätte ich nun auf irgendeine Art und Weise meine Bestimmung gefunden. Es gibt aber auch Zeiten, in denen ich mich nach "Freiheit" sehne. Wenn z. B. die Keuschhaltung, bedingt durch zuviel Alltag mal wieder etwas länger dauert Für meine Herrin gestaltet sich der Alltag, je nachdem wie gut ich meinen Verpflichtungen und Aufgaben nachgekommen bin, eigentlich sehr relaxt; frei nach dem Motto: Nach Hause kommen und Füsse hoch. Dennoch gibt es bestimmt auch bei ihr Momente, in denen sie diese Form des Zusammenlebens als Last empfindet. Aber dazu kann und darf ich nichts schreiben. Vielleicht mag jemand Episoden aus seinem / ihrem Alltag beschreiben? Ich denke, 24/7 oder wie wir das Kind beim Namen nennen "Female-Led-Relationship" oder meinetwegen auch "Hans-Georg" ist gerade eben der Versuch, dem Alltag (=Normalität) zu entfliehen und damit etwas Würze in das Zusammenleben zu bringen, so dass dann aber auch beiden die Suppe gut schmeckt. Und wir essen unsere Suppe verdammt gerne, da sie mit Liebe gekocht wird! LG er_sub |
![]() | 18. August 2011 Wenn z. B. die Fleischfachverkäuferin beim Einkaufen fragt: "Darfs ein bißchen mehr sein?" dann darf ich das durchaus gaaanz alleine entscheiden. Im Prinzip bin ich angehalten, den Alltag im Sinne meiner Herrin eigenverantwortlich und zu ihrem Wohl zu meistern, wozu ich auch als devoter Mann durchaus in der Lage bin, ohne, dass dabei meine Herrin, die Peitsche schwingend, hinter mir steht. Das könnte ein schwacher Mensch auch gar nicht ..... daher mein ernst gemeinter Spruch : Devote Menschen sind viel stärker als dominante Menschen. Viele Vanillas meinen, devote Menschen seien schwach, ein völliger Irrtum. Ferner denke ich auch, dass ein dominanter Mensch hin und wieder einen starken, verläßlichen und auch durchaus mal richtungsweisenden oder zumindestens ratgebenden Lebenspartner braucht, der für ihn da ist und ihm zur Seite steht. so ist es Diese "starke Schulter" war und bin ich auch nach wie vor. Allerdings mit dem Unterschied, dass meine Herrin entscheidet, wann sie diese nutzen möchte und wann nicht. Kann Sie die auch vorbehaltlos annehmen ? Dennoch gibt es bestimmt auch bei ihr Momente, in denen sie diese Form des Zusammenlebens als Last empfindet. Aber dazu kann und darf ich nichts schreiben. Wäre schön wenn dann Sie etwas dazu schreibt Vielen Dank für den wunderbaren Beitrag zum Thema. |